Der britische Buchmacher Betfred kündigte am 2. August 2026 die Schließung von 132 Wettgeschäften in der High Street im gesamten Vereinigten Königreich an. Der Restrukturierungsplan führt zu 600 Stellenabbauten und reduziert die Gesamtanzahl der Standorte des Unternehmens auf 1.094.
Das Unternehmen führt die Entscheidung auf erhöhte staatliche Besteuerung, Lohninflation und höhere Beiträge zur National Insurance zurück. CEO Jo Whittaker erklärte, dass die kombinierten fiskalischen und regulatorischen Drücke dem Unternehmen keine andere Wahl ließen, als Konsultationen bezüglich der Standortschließungen einzuleiten.
Branche im Kontext und regulatorischer Druck
Diese Reduzierung setzt einen Trend der Schließung von High-Street-Lokalen unter großen Anbietern fort, nach ähnlichen Kürzungen durch Entain, Evoke und Flutter. Die Glücksspielbranche steht unter zusätzlicher Beobachtung, da die Labour-Regierung, geführt von Premierminister Andy Burnham und Schatzkanzler John Healey, neue fiskalische Maßnahmen umsetzt.
Die Gambling Commission plant die Einführung von Leistungsfähigkeitsprüfungen für Verbraucher, eine Maßnahme, von der Anbieter warnen, dass sie die Pferderennsport-Branche weiter beeinträchtigen könnte. Branchenvertreter deuten an, dass diese Vorschriften Kunden zu nicht regulierten Online-Plattformen treiben könnten.
Die aktuelle Präsenz von Betfred stellt einen erheblichen Rückgang gegenüber den 1.680 Geschäften dar, die das Unternehmen 2017 betrieb.